Unsere Veranstaltungen:

Unsere Bürgerinitiative trifft sich bis auf weiteres  alle 4 Wochen mittwochs im Clubheim SVG Eintracht Altenwald, Richard-Eberle-Straße (Sportplatz hinter Waldschule), um unser weiteres Vorgehen zu besprechen, aber auch um interessierte Besucher über die aktuelle Situation und die rechtlichen Hintergründe für den Zubau von Windkraftanlagen in unserer Region zu informieren.

Achtung !

Das für Mittwoch, 19.03.2025, vorgesehene Treffen kann aus organisatorischen Gründen nicht stattfinden.

Wir werden kurzfristig einen neuen Termin bekannt geben.

 

Brennende Windräder

Am 01. Januar 2025 brannte ein Windrad in Niedersachsen und am  02. Januar ein Windrad in einem Windpark bei Kirchheim-Bolanden. 
In beiden Fällen hatte die Feuerwehr keine Chance, die Flammen zu löschen. Alles, was die Einsatzkräfte in solchen Situationen tun können, ist das Gebiet abzusperren, damit durch abstürzende Trümmerteile nicht weitere Brände entfacht werden. 

Leider ist es nicht selten, dass Windräder brennen. Der geplante massive Ausbau der Windenergie hat zur Folge, dass die Anlagen immer höher werden. Je mehr gebaut werden, desto öfter wird es zu solchen Havarien kommen. 

Das Horrorszenarium ist, wenn ein Windrad in einem Wald brennt. Auch hier hat die Feuerwehr keine Chance, den Brand zu löschen. Geschieht das während eines heißen und trockenen Sommers wird ein größerer Waldbrand die Folge sein.

 

Rückblick auf die zweite Informationsveranstaltung der Stadt Sulzbach zum Thema Windkraft

Am Montag, 09.12.2024, fand die zweite Infoveranstaltung der Stadt Sulzbach zum Thema Windkraft und zur Umsetzung des saarländischen Flächenzielgesetzes im Regionalverband statt.

Im Fokus standen die vom Fraunhofer-Institut ermittelten Potenzialflächen für Windenergie im Regionalverband Saarbrücken und vor allem im Sulzbacher Wald. Neben Bürgermeister Michael Adam und dem Klimaschutzmanager der Stadt Sulzbach, Jan Henning, waren Thomas Steinmetz, Leiter des Staatsforstes, und Marcus Del Fabro vom Regionalverband Saarbrücken anwesend.

Marcus Del Fabro erläuterte die derzeitige Situation sowie die gesetzlichen Hintergründe und stellte den aktuellen Flächennutzungsplan des Regionalverbandes vor, der noch bis Ende 2027 gültig ist. Darin sind acht Konzentrationszonen für Windkraft ausgewiesen mit einer Fläche von insgesamt 165 ha. Wegen geänderten Planungsvorgaben wird davon jedoch nur ein geringer Teil, nämlich 46 ha, auf das zu erreichende Flächenziel von 103 ha angerechnet. Also muss der Regionalverband weitere Flächen in erheblichem Umfang suchen, was bedeutet, dass auch schlecht geeignete Flächen im Wald angegriffen werden.

Das sah Thomas Steinmetz vom Staatsforst als unkritisch an. Er erklärte, dass die in Frage kommenden Flächen im Sulzbacher Wald bei den starken Stürmen „Wiebke“ und „Vivian“ 1990 kahlgeschlagen worden wären und sich dort Bäume wild ausgesät hätten, die jetzt erst 35 Jahre alt seien und deshalb nicht unter Schutz stünden. Im Übrigen würde unser Wald durch den Bau von Windkraftanlagen doch nicht komplett zerstört werden, sondern nur in vertretbarem Umfang. Ihm war offensichtlich nicht bewusst, dass hier insgesamt der Bau von sechs Windenergieanlagen droht, die Gebiete zudem mitten im Wald liegen und für die Zufahrtswege mehr Bäume fallen müssten als durch die Stürme in 1990 (s.Zitat von Greenpeace am Ende des Artikels). Insgesamt machten uns diese Aussagen von Herrn Steinmetz sehr betroffen.

Im Anschluss an die Vorträge folgte eine rege Aussprache.

Bürgermeister Adam bedankte sich in seinem Schlusswort bei allen Anwesenden für die ruhige und sachliche Atmosphäre, was wir so nur bestätigen können.

 

Greenpeace als starker Verfechter des Ausbaus von Windenergie sagt zum Bau von Windenergieanlagen im Wald folgendes:

Auszug aus Windkraft im Wald – ein Dilemma   21.06.2024
(https://www.greenpeace.de/biodiversitaet/waelder/waelder-deutschland/windenergie-waldschutz-zusammenpassen)

Windkraft im Wald – nur als Ausnahme 

Der derzeitige Koalitionsvertrag der Ampelregierung stuft den Ausbau erneuerbarer Energien übergangsweise wichtiger als den Naturschutz ein. Damit die Regelung des Koalitionsvertrags nicht zu einem unkontrollierten Ausbau von Windkraftanlagen in Wäldern führt, braucht es dringend klare Kriterien, die über den Artenschutz hinaus auch den Schutz ökologisch wertvoller Wälder sichern. Die Greenpeace-Empfehlung:

  • Geschützte und ökologisch wertvolle Laub-Mischwälder sind beim Ausbau von Windenergieanlagen ganz ausgeschlossen.
  • Nur wenn es belegbar keinen anderen Standort für Windräder gibt, können Kommunen Wälder im Einzelfall in Erwägung ziehen. 
  • Windkraftanlagen dürfen nur in vom Menschen angelegten, jungen, industriell und monokulturell genutzten Nadelbaum-Forsten errichtet werden. Aber auch diese Nadelwälder kommen nicht in Frage, wenn bereits junge Laubbäume gepflanzt wurden oder diese natürlich/selbstständig nachwachsen (natürliche Verjüngung). Auch durch Dürren geschädigte Wälder können nicht pauschal für die Windkraftausbau freigegeben werden, weil auch sie einen hohen ökologischen Wert haben und das Potenzial, sich zu einem Laubwald zu entwickeln. 
  • Gebiete mit besonders hohem Schutzstatus (z. B. Nationalparks, Naturschutzgebiete, Wildnisgebiete) sind für Windenergie grundsätzlich tabu. In Gebieten mit weniger strengem Schutz wie Naturparks und Landschaftsschutzgebieten muss die Errichtung der Anlagen (höher als 200 Meter) über den Baumwipfeln jedoch nicht grundsätzlich ausgeschlossen sein – aber auch dort kommen nur die oben genannten, industriell genutzten Nadelbaumforste in Frage.
  • Die Windräder müssen möglichst naturverträglich geplant und gebaut werden. Das heißt, dass beispielsweise bereits vorhandene Forstwege für den Bau genutzt werden. 

Es wird höchste Zeit, dass die Verantwortlichen im Saarland die Einschätzung von Greenpeace ernst nehmen. 
Der Natur zu Liebe.

 

Die Gefahr für unseren Wald wächst!

Der Regionalverband Saarbrücken sucht weitere Flächen für Windenergieanlagen.

Laut Vorgaben der Landesregierung muss der Regionalverband Saarbrücken, zu dem auch die Stadt Sulzbach gehört, bis Ende 2027 eine Fläche von 57,5 ha und bis Ende 2030 eine Fläche von 103,43 ha für Windkraft zur Verfügung stellen.

Der aktuelle Flächennutzungsplan des Regionalverbandes weist bereits 8 Konzentrationszonen für Windenergie mit einer Fläche von insgesamt 162 ha aus, das wäre eigentlich weit mehr als gefordert.  Der Sulzbacher Wald war bisher verschont geblieben.

Durch geänderte Bestimmungen bei der Planung von Windenergieanlagen wird nun von dem tatsächlichen Flächenverbrauch nur ein reduzierter Anteil auf das zu erbringende Flächenziel angerechnet. Das heißt, von den ursprünglich 162 ha bleiben nur noch 46 ha übrig. Damit wäre das Flächenziel verfehlt, der Regionalverband muss also weitere Flächen in erheblichem Umfang in seinem Verbandsgebiet finden.

Realistisch betrachtet ist unser Sulzbacher Wald dadurch verstärkt in den Focus für den Bau von Windrädern geraten und die Gefahr ist massiv gestiegen, dass auch die weniger geeigneten Flächen im Sulzbacher Wald voll ausgeschöpft werden und in dem neuen Flächennutzungsplan des Regionalverbandes für Windkraft ausgewiesen werden. 

 

Am Sonntag, 22.09.2024, hatte unsere Bürgerinitiative  einen Infostand in Friedrichsthal (Waldparkplatz an der Kapelle am spitzen Stein). 

Wir haben von vielen Waldbesuchern ein überaus positives Feedback erhalten und konnten etliche Befürworter für unsere Bürgerinitaitve gewinnen.

 


Besichtigung der für Windkraft möglichen Flächen

Am 27.08.2024 fand die Besichtigung möglicher Standorte für Windkraftanlagen im Wald in Neuweiler und in dem Waldgebiet "Fuchsenbruch" zwischen Sulzbach, Friedrichsthal und Spiesen-Elversberg statt. Veranstalter war die Stadt Sulzbach. Neben dem Bürgermeister Michael Adam und dem Klimaschutzmanager der Stadt Sulzbach, Jan Henning, waren auch Vertreter des Saarforsts anwesend. Der Andrang an Interessierten war groß, wobei die meisten klar machten, dass sie gegen den Bau von Windkraftanlagen im Wald sind. 

Das Ausmaß der gezeigten Flächen war noch größer als wir befürchtet hatten. Sollten diese Flächen in den Flächennutzungsplan des Regionalverbandes übernommen werden, wird die Zerstörung unseres Waldes durch die sodann mögliche Bebauung mit Windkraftanlagen gigantisch sein. Vergessen werden sollte dabei nicht, dass auch von der Stadt St. Ingbert mögliche Flächen für Windräder zwischen Sulzbach und St. Ingbert auf den "Sechs Eichen" und im Wald bei "Schüren" geplant werden.

Einen ausführlicher Bericht finden Sie bei SaarNews 

 

Bericht im Wochenspiegel vom 10.08.2024: 
Wir brennen für den Wald, damit der Wald nicht brennt
Die saarländische Umweltministerin Petra Berg hat offensichtlich den unersetzlichen Wert unseres Waldes erkannt. Mit diesem Bericht liefert sie die besten Argumente für den Erhalt des Waldes. Warum stoppt sie nicht den Bau von Windkrafträdern in saarländischen Wäldern? 
Unsere Mail an die Umweltministerin vom 15.08.2024

Bericht im Sulzer Ausgabe 08/2024
mit Befragung der der Parteien im Sulzbacher Stadtrat zu ihrer Auffassung zu der Thematik "Windkraftanlagen im Sulzbachtal"

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